Soziale Medien für Unternehmen – Ein spannender Leitfaden für die Nutzung von Pinterest

Bei den einen ist Pinterest bereits alltäglich und scheint eine Wunderwaffe für mehr Reichweite zu sein, für andere ist Pinterest absolutes Neuland. Keine Angst, damit du auch diese Herausforderung meistern kannst und ohne Probleme ein Pinterest Experte wirst, erwartet dich jetzt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für dein Pinterest Marketing. Und wenn du noch nicht überzeugt bist, solltest du unsere 5 Gründe für die Nutzung von Pinterest auf keinen Fall verpassen.

Pinterest – die Bild-Suchmaschine

Pinterest ist ganz klar ein soziales Netzwerk, dem man unbedingt eine Chance geben sollte. Denn es gilt als Wunderwaffe um mehr Traffic auf Websites zu generieren. Worum geht es also bei Pinterest? Ganz klar: Bilder, Bilder, Bilder. Pinterest schlägt Instagram bei Weitem, wenn es um die Bedeutung von Bildern in dem Netzwerk geht. Oft wird diskutiert ob Pinterest ein soziales Netzwerk ist oder eher eine Bild-Suchmaschine. Denn anders als bei allen anderen Netzwerken haben die Pins bei Pinterest ein anderes Format. Instagram ist für die quadratischen Bilder bekannt, Pinterest hingegen für das Hochformat.
Damit dir vor lauter Pins und Traffic nicht die Ohren schlackern, fassen wir jetzt einmal ein paar Basic-Fakten zusammen: Auf Pinterest werden die Bilder, die du hochladen kannst, Pins genannt. Pins sind so etwas wie visuelle, Online-Lesezeichen für eine Website. Das heißt, dass du deine Bilder, bzw. deine Pins, immer mit einer Webseite verknüpfen kannst. Klickst du also auf einen Pin, öffnet sich automatisch eine Seite, auf der du mehr zu dem jeweiligen Thema erfahren kannst.
Die einzelnen Pins kannst du wiederum auf Pinnwänden posten. Das heißt, anders als bei Instagram und Facebook, unterteilst du deine Bilder nach Themen. Der Sinn dahinter ist, dass jeder Nutzer seine Pins auf diese Weise ganz einfach sortieren und speichern kann. Mit anderen Worten: Pinnwände, auch Boards genannt, bringen Ordnung in das Bilder-Chaos. Und diese Ordnung brauchst du auch, denn auf Pinterest geht so richtig die Post ab. Hier werden mehr als 10 Mal so viele Bilder gepostet als auf anderen Kanälen. Das bedeutet für dich leider auch, 10 Mal mehr Content pro Tag generieren. Aber: Es lohnt sich ungemein! Deshalb erklären wir dir in unserer Schritt-für-Schritt Anleitung wie du das schaffst und mit deinem Pinterest Marketing richtige Erfolge feiern kannst.

Aber vorher gibt es noch unsere Top 5 Gründe, warum du Pinterest für dein Unternehmen unbedingt nutzen solltest – um auch die letzten Zweifel auszuräumen.

1. Suchmaschinen werden immer wichtiger und entscheidender für deine Sichtbarkeit im Internet. Wenn du nicht gefunden wirst, dann bist du quasi unsichtbar für deine Zielgruppe. Um diesem Worst-Case vorzubeugen, kannst du die Vorteile von Pinterest als Bild-Suchmaschine ausnutzen. Alle Pins die du postest – und das sind wie gesagt sehr viele – können auf Pinterest gefunden werden. Sucht jemand nach dem passenden Keyword, wird also im besten Fall direkt dein Pin angezeigt. Da der Pin direkt mit einem Link zu deiner Website verbunden ist, kannst du die Erfolge auch sehr gut über deine Websiteaufrufe tracken.

2. Pinterest ist zwar für die vielen DIY- und Interior-Inspirationen bekannt, aber mittlerweile hat sich die Themenwelt enorm geweitet. Zu den anfangs hauptsächlich weiblichen Nutzern haben sich immer mehr Männer dazu getummelt, weshalb auch Themen wie Fitness, Mode und Ernährung stark zugenommen haben. Dieses breite Interessens- und Nutzerspektrum, macht Pinterest immer mehr für Unternehmen attraktiv.

3. Ja, Pinterest erfordert ein bisschen Vorbereitung und Planung. Aber wenn die Inhalte erst einmal eingestellt sind, läuft Pinterest komplett automatisch – wenn man die richtigen Tricks kennt (die verraten wir dir später natürlich auch). Somit ist die Accountpflege sehr entspannt und du musst dir nicht jeden Tag Gedanken haben.

4. Pinterest kann auch zur Kundenbindung und -gewinnung genutzt werden. Wenn du auf Pinterest interessante Inhalte postest und einen Mehrwert für die Nutzer bietest wirst du schnell sehen, dass du ganz einfach neue Kunden gewinnen kannst. Außerdem solltest du deinen Bestandskunden unbedingt mitteilen, dass du auf Pinterest aktiv bist. So können sie auch von deinem tollen Content profitieren. Das stärkt die Kundenbindung.

5. Pinterest wird von Google indexiert. Und das ist wohl einer der Hauptgründe warum Pinterest so viele Vorteile für dein Unternehmen bringt. Wenn bei bestimmten Suchbegriffen deine Pinnwände in Google angezeigt werden, führt das die Nutzer auf kleinem Umweg direkt auf deine Website. Das erhöht nochmals den Traffic auf deiner Seite. Außerdem: Je mehr Backlinks auf deine Website führen, desto mehr mag dich Google. Zwei SEO-Fliegen mit einer Klappe.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für dein Pinterest Marketing

Jetzt geht es ans Eingemachte. Erfahre nun, wie du dir deinen Pinterest Account aufbauen und nach nur kurzer Zeit bereits die ersten Erfolge feiern kannst. Viel Spaß!

Schritt 1: Erstelle einen Pinterest Account

Erstelle einen Pinterest Account - Screen von Profil der onlineAgentur.de

Wie auf jedem sozialen Netzwerk brauchst du auch für Pinterest zuerst einen Account. Dazu meldest du dich auf  https://www.pinterest.de/ an und füllst im ersten Schritt dein Profil aus.
Verwende am besten dein Logo als Profilbild und deinen Unternehmensnamen als Benutzername, damit dich deine Kunden wiedererkennen. Wenn du keine Produkte verkaufst und deine Person selbst im Vordergrund steht, kannst du natürlich auch ein Bild von dir, sowie deinen persönlichen Namen, nutzen. Danach geht es weiter mit einer Kurzinfo, bei der du in nur wenigen Sätzen die wichtigsten Infos über dein Unternehmen preisgeben kannst. Hier solltest du die richtigen Keywords beachten, denn Pinterest funktioniert wie eine Suchmaschine und das Ziel ist, dass du in Zukunft besser gefunden wirst.

Unbedingt beachten: Auch auf Pinterest herrscht Impressumspflicht, daher musst du den Link zum Impressum deiner Website angeben. Ganz wichtig und eine perfekte Überleitung zu Schritt 2 ist, dass du deine Webseite verlinkst, denn das Ziel von Pinterest ist, wie bereits erwähnt, mehr Traffic auf deiner Website zu generieren.

Schritt 2: Erstelle ein Unternehmensprofil

Erklärung zu Pinterest Nutzung

Um Pinterest als Unternehmen ernsthaft zu betreiben, braucht es zu aller erst ein Unternehmensprofil. Zusätzlich zu privaten Pinterest-Profilen hast du ein eigenes Analyse-Tool und nützliche Statistiken deiner Follower und Pins. Diese Infos werden dir komplett kostenlos zur Verfügung gestellt und vereinfachen das Pinterest Marketing sofort. Wandel hier dein Profil in ein Unternehmensprofil und sei bereit durchzustarten.

Schritt 3: Verifiziere deine Website

Um mit deinem frisch erstellten Unternehmens-Account etwas anfangen zu können fehlt noch ein kleiner Schritt: Du musst deine Website bestätigen. Um deine Seite zu verifizieren musst du nur einen Code-Schnipsel in den HTML-Code deiner Website einfügen, was beweist, dass es sich wirklich um deine Seite handelt. Wenn das erledigt ist, kannst du ganz einfach mit einem Klick deinen Account zu einem Business Account umschalten und die Unternehmenstools nutzen.
Hier findest du eine Step-by-step Erklärung wie das funktioniert und was du dafür tun musst.

Schritt 4: Erstelle deine ersten Pinnwände

Erklärungsgrafik wie man eine Pinnwand bearbeitet

Um auf Pinterest erfolgreich zu sein, solltest du Pinnwände erstellen, die den Interessen deiner Kunden entsprechen. Erstelle im ersten Schritt 15-20 Pinnwände zu verschiedenen Themen, die zu deinem Unternehmen und deiner Zielgruppe passen.

Schritt 5: Pin dein erstes Bild

Das Hochladen von eigenen Pins ist ganz einfach, wähle die gewünschte Grafik aus und gebe sowohl einen Titel, eine Bildbeschreibung, eine URL und auch die Pinnwand an, auf der du das Bild pinnen möchtest. Wenn du dir hingegen Bilder von anderen Nutzern merken möchtest (das nennt sich re-pinnen), dann nutze den „Merken“-Button, mit dem du auch fremde Beiträge auf deinen Pinnwänden speichern kannst. Und das ist sogar empfehlenswert, denn auf Pinterest solltest du 8 bis 30 Bilder pro Tag pinnen. Das fällt natürlich leichter, wenn du nicht alle Bilder selbst produzierst. Wie das Verhältnis zwischen eigenem und fremdem Content ist, solltest du individuell entscheiden.

 

Tipps für ein erfolgreiches Pinterest Marketing

1: Beachte die Bildanforderungen auf Pinterest

Auf Pinterest herrschen bestimmte Regeln, wenn es um die Bildgrößen geht. Daher solltest du darauf achten deine Bilder im richtigen Format anzulegen. Optimal sind 600 x 800 Pixel. Wenn du diese Größe einhältst, werden deine Bilder stärker beachtet und garantieren mehr Klicks für dein Unternehmen. Wenn du mit der Pixelangabe überfordert bist und dich mit den gängigen Programmen nicht auskennst, dann können wir Canva empfehlen. Hier kannst du ganz einfach Grafiken für Pinterest im richtigen Format erstellen und das sogar kostenlos.

2: Nutze die Business Tools von Pinterest

Pinterest hilft dir dabei, den Überblick über dein Profil zu behalten. Pinterest Analytics zeigt dir, wie viele Nutzer deine Pins gesehen haben, in wie weit sie interagiert haben und ob sie den Link geöffnet haben. Somit weißt du direkt welche Pins am besten ankommen und wie viel Traffic auf deiner Website generiert wird.

3: Nutze Planungs-Tools

Bei keinem anderen Netzwerk sind Planungstools so wichtig wie bei Pinterest. Da du rund 10-20 mal am Tag pinnen solltest, kannst du diesen Anforderungen kaum gerecht werden, wenn du kein Planungstool dafür nutzt. Wir empfehlen dir hierfür Tailwind. Mit Tailwind kannst du Pins voreinstellen, Bilder von anderen repinnen und von vielen tolle Funktionalitäten profitieren, die dir das Leben vereinfachen werden. Zum Beispiel kannst du in sogenannte Tribes posten, das sind Gruppen zu ausgewählten Themen bei denen du deine Pins posten kannst. Außerdem kannst du Pins passend zu deinen Interessen finden und ganz einfach repinnen. Eine weitere Funktion, die du unbedingt nutzen solltest, ist der SmartLoop. Darüber kannst du Pins automatisch mehrere Male auf unterschiedlichen Pinnwänden pinnen lassen ohne nur einen Handgriff tun zu müssen. Hört sich gut an, nicht wahr?

4. Lege thematische Pinnwände an

Auch wenn du jetzt am liebsten wild drauf los pinnen möchtest, solltest du kurz innehalten und zuvor thematische Pinnwände anlegen. Achte darauf, dass du die richtigen Keywords nutzt und die Themen bestmöglich unterteilst. Wenn du diese Struktur erstmal aufgebaut hast, wird es dir einfacher fallen in Zukunft Inhalte zu pinnen. Behalte immer im Hinterkopf, dass Nutzer, die sich dein Profil anschauen einen Überblick über deine Pins haben wollen. Denn nach einiger Zeit werden sehr viele verschiedene Bilder auf deinem Profil zu finden sein.

5. Pin-it – Button auf deiner Website anlegen

Damit deine Besucher es einfacher haben solltest du zusätzlich zu deinen Pins auch deine Webseite für Pinterest optimieren. Das kann z.B. ein Pin-it Button auf deiner Website sein, über den deine Kunden deine Webseite ohne Probleme pinnen können. Denn, nicht vergessen, die Pins dienen vielen Nutzern als Lesezeichen und wer ein Lesezeichen hat wird deine Seite schneller wiederfinden.

Auf die Plätze, fertig, pin it!

Pinterest ist das soziale Netzwerk für Bilder schlechthin. Ob als privater Nutzer oder als Unternehmen – Pinterest ist anders, macht Spaß und kann dir einen richtigen Schub geben! Wir hoffen dir haben die Tipps und Tricks gefallen und wir konnten dir einige Fragen beantworten. Falls es doch noch Redebedarf gibt, dann melde dich gerne bei uns oder lass und ein Kommentar da.

Viel Spaß auf Pinterest!

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Positionierung & Marke