Marketing – mehr als Werbung

An was denkst du, wenn du Marketing hörst?

Denkst du vielleicht an die Werbung im Fernsehen, die neueste Bloggerkooperation bei Instagram, an den schön gestalteten Flyer von der Bar nebenan oder die schicke Produktverpackung deines Lieblingsmüslis? Perfekt! Denn das alles ist Marketing – und noch viel mehr. Die Marketingwelt ist so groß, da gibt es noch einiges zu entdecken!

Warum Marketing?

„Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen weiteren bereithalten, um das bekannt zu machen.“ – Henry Ford

Bereits vor rund 100 Jahren hatte der gute Henry schon genau den richtigen Gedanken. Was nutzt das beste Produkt, das attraktivste Angebot oder die schönste Marke, wenn keiner davon weiß? Oder noch schlimmer: Wenn es keinen interessiert. Ohje, da läuft einem doch glatt der Angstschweiß den Rücken hinunter. Aber, du kannst aufatmen. Denn Gott sei Dank gibt es ja das Marketing – und diesen Blogbeitrag. Hier erfährst du alles, was du über Marketing wissen musst, um Henry stolz zu machen (und dich erfolgreich). 😉

Was ist Marketing genau?

Eine, wie wir finden, gelungene Definition dafür liefert uns Professor Dr. Manfred Kirchgeorg, Professor für Marketingmanagement. Er beschreibt Marketing als „die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes. […] Marketing stellt somit eine unternehmerische Denkhaltung dar.“ Anders formuliert: Gib den Menschen was sie brauchen und was ihnen einen Mehrwert liefert, in welcher Form auch immer. Somit ist Marketing nicht einfach „bisschen Werbung machen“, sondern ein zentraler Gesichtspunkt in der Unternehmensführung mit dem Ziel, das Unternehmen am Markt auszurichten.

Marketing, Werbung & Kampagne. Bild während eines Marketing-Workshops  in der onlineAgentur.de

Wie wird Marketing gemacht?

Die Marketingprozesse haben einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg des gesamten Unternehmens, weshalb die konzeptionelle und strategische Arbeit entscheidend ist. Dazu agiert das Marketing oft als Schnittstelle zwischen verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel Vertrieb, Finanzsektor, Einkauf und so weiter. So können Marketingkampagnen ideal überwacht und vor allem ausgewertet werden. Denn ohne Feedback kann nur schwer gesagt werden, ob man mit seinen Ideen und Kampagnen den Kunden genauso erreicht hat, wie man es sich ausgemalt hat. Diese Strategien werden also im ersten Schritt erstellt und im zweiten mithilfe der Marketinginstrumente operativ umgesetzt.

Marketingstrategie Erklärgrafik: Ist, soll, Plan, Instrumente & Kontrolle im Marketing

Schritt 1: Was ist, das ist

Wie geht man also an die Marketing-Sache ran? Wie bei so vielem macht es Sinn, sich anfänglich klar zu machen, wo man überhaupt steht. Die sogenannte IST-Situation macht dir zum einen deutlich, was deine Ressourcen sind, wieweit du bereits gekommen bist und wo du dich einzuordnen hast. Des Weiteren gibt sie dir einen ganz wichtigen Anhaltspunkt für deine spätere Kontrolle. Nur so kannst du nach deiner Kampagne vergleichen und herausfinden, ob du Erfolg hattest.

Schritt 2: Was soll nur aus uns werden

Wenn du nun weißt, was im Hier und Jetzt Sache ist, dann geht es ans Träumen. Wo willst du hin? Was willst du erreichen und in welchem Zeitraum? Ein Ziel vor Augen zu haben ist immer wichtig, denn sonst verliert man sich ganz schnell. Natürlich will man immer möglichst viel erreichen. Aber wie das genau aussehen soll, ist die Frage. Dabei sollte man sich auch von dem Gedanken frei machen, dass man mit nur einer Kampagne alles erreichen kann. Das heißt, lieber in leicht verdaulichen Stücken dem Ziel näherkommen, als eine riesige und vor allem teure Kampagne in den Sand setzen.

Schritt 3: Das klingt nach einem Plan

Nachdem dir nun klar ist, was du genau willst geht es ans Plan schmieden. Denn ohne Plan läuft hier nix. Du kennst ja den Spruch:

„A goal without a plan is just a wish.“ – Antoine de Saínt-Exupéry

Deshalb machen wir uns besser ans planen. Wie wollen wir von unser IST-Situation zur gewünschten SOLL-Situation kommen? Das ist hier die Frage. Um diese besser beantworten zu können, sollte man sich neben dem Budgetplan auch die Marketinginstrumente zu Gemüte führen. Man spricht auch von den 4, bzw. 7 P’s. Da müssten allen BWL-Studenten die Ohren klingen. Und deshalb kommen sie jetzt auch.

Schritt 4: Mix it up

Die 7'Ps im Marketing:  Product, Price, Place, Promotion, Personal, Process, Physical Facilities

Mithilfe dieser vier grundlegenden Faktoren kann am Markt gesteuert werden. Beispielsweise durch Veränderungen am Produkt, dessen Qualität, Design oder Funktionen. Auch über den Preis oder den Vertrieb können Änderungen der Positionierung hervorgerufen werden. Dasselbe gilt für die Kommunikationspolitik.

Im Laufe der Zeit gesellten sich zu den 4 P’s noch weitere 3 dazu, die stark auf Dienstleistungen zugeschnitten sind. Dabei werden die dienstleistenden Mitarbeiter, der Dienstleistungsprozess und die Umgebung, in der verkauft wird, als Variable mit hinzugenommen.

Je nach Wahl der zahlreichen Instrumente und deren Mix resultiert demnach ein anderes Ergebnis. Die Kunst dabei ist es, den Weg zu wählen, der dich möglich effizient ans Ziel führt.

Schritt 5: Verlier niemals die Kontrolle

Nein, das ist kein Zitat aus einem schlechten Action-Film (könnte es aber sein). Das hier ist die nackte Wahrheit. Wie bereits erwähnt, ist Feedback das A&O. Ohne Kontrolle kein nachhaltiger Erfolg. Erst beim Abgleich der Resultate mit der damaligen IST- und SOLL-Situation lässt sich der Erfolg messen. Und dadurch ergibt sich wiederum eine neue IST-Situation. Achtung, jetzt wird’s kompliziert – aber nur ein bisschen. Jede Intervention ergibt eine neue IST-Situation, die es mit der alten abzugleichen gilt und natürlich auch mit der SOLL-Situation. Und das immer und immer wieder im Kreis. Da kommt schnell die Frage auf, ob es uns Marketern nicht mal schlecht wird, bei so vielen Loops. Aber keine Sorge, wir lieben Karussell fahren. 😉 Denn Marketing ist das einzige Karussell, dass mit jeder gefahren Runde seinem Ziel etwas näherkommt. Spannend, nicht wahr?

Die vielen Gesichter des Marketings

Nachdem du jetzt weißt, wie Marketing funktioniert, könntest du dich fragen, in welchen Formen man es anwenden kann. Die Antwort darauf ist ganz leicht und trotzdem schwer: in Allen! Marketing kann in viele Unterformen aufgesplittet werden und bietet so eine Vielzahl an tollen Möglichkeiten sich am Markt auszurichten. Von uns bekommst du jetzt im Folgenden die spannendsten Formen schön säuberlich aufgelistet.

Klassisches Marketing

Unter klassischem Marketing versteht man die Werbung über alt bewehrte und bekannte Kanäle, wie Print, Radio oder Fernsehen. Dabei geht die Botschaft immer nur in eine Richtung, nämlich vom Sender zum Empfänger. Zu den klassischen Instrumenten gehört deshalb auch das Direkt Marketing. Heutzutage wird das klassische Marketing fast immer mit moderneren Formen verknüpft, um die Zielgruppe möglichst ideal zu erreichen.

Direkt Marketing

Bei dem Direkt Marketing steht die Beziehung zu der Zielgruppe im Vordergrund. Alle Aktivitäten zielen auf Interaktion mit den potenziellen Kunden ab. Dabei wird versucht, die jeweilige Person so individuell wie möglich anzusprechen. Diese Form des Marketings eignet sich nicht nur zur Neukundengewinnung, sondern wird beispielsweise in Form von Mailings auch stark für die Bestandskunden verwendet, um sie an das Unternehmen zu binden.

Social Media Marketing

Diese Form von Marketing ist mehr als nur auf Facebook oder Instagram zu surfen. Sie umfasst alle Strategien und Aktivitäten, um die Unternehmensziele in den sozialen Netzwerken umzusetzen. Daher will der Social Media Auftritt gut geplant und gesteuert sein. Eine durchdachte Strategie und ein durchgehendes Monitoring sind dabei unabdingbar.

E-Mail Marketing

E-Mail Marketing lässt sich nur schwer erklären… Spaß beiseite, Marketing mit E-Mailings kennen wir alle. Es ist eine Hass-Liebe, denn Spam mag keiner, aber nützliche Informationen und interessante Newsletter finden wir dann doch gut. Daher ist diese Form des Marketings sowohl zur Kundengewinnung, als auch zur Kundenbindung sehr populär und weit verbreitet.

Suchmaschinenmarketing SEM

Als Teilgebiet des Online Marketings spielt sich SEM natürlich auch im Internet ab. Das Search Engine Marketing sorgt dafür, dass dein Unternehmen und deine Website in den Suchmaschinen dieser Welt gefunden werden. Dafür kann man entweder Geld in die Hand nehmen um bezahlte Anzeigen schalten (=SEA) oder man nimmt Geld in die Hand um einen Profi zu beauftragen, der durch Optimierungen der Website das Suchmaschinenranking verbessert (=SEO). Am besten sogar beides. Denn was nutzt das beste Angebot, wenn man nicht gefunden wird?

Interaktives Marketing

Im Gegensatz zum klassischen gibt es bei dem interaktiven Marketing zwei Wege: vom Sender zum Empfänger und andersherum. Erst durch die digitalen Wege ist dieser Dialog möglich. Für den Empfänger, sprich den Kunden, ist das natürlich ideal. So kann er zielgerichtet Informationen erhalten, direkt reagieren und individuell betreut werden.

Guerilla Marketing

Im Guerilla Marketing geht es gerne kreativ, ideenreich und verrückt zu. Es werden Maßnahmen eingesetzt, die eine starke Aufmerksamkeit erzeugen sollen. Solche Aktivitäten werden meist an großen Plätzen mit viel Publikumsverkehr vorgenommen. Der Einsatz der Mittel ist meist vergleichbar gering, die Wirkung allerdings umso größer. Alles was Aufmerksamkeit erregt ist erlaubt. Ich sage nur: ein Zebrastreifen der aussieht wie eine Pommestüte.

Empfehlungsmarketing

Diese Form des Marketings wird ganz klar zur Neukundengewinnung eingesetzt und ist alles andere als neumodisch – wohl eher alt bewehrt. Früher sagte man dazu ganz klar: Mund-zu-Mund-Propaganda. Und es funktioniert! Wer so zufrieden ist, dass er eine Leistung oder ein Produkt weiterempfiehlt, dem kann man ja nur glauben. Deshalb ist die modernste Variante des Empfehlungsmarketings momentan auch so populär: Influencer Marketing.

Multichannel Marketing

Am effektivsten ist es doch, wenn man aus allem das beste macht. Beim Marketing bedeutet das zum Beispiel, alle sinnvollen und möglichen Kanäle zu verwenden, um das meiste aus der Kampagne herauszuholen. Dazu müssen natürlich auch die jeweiligen Gegebenheiten des Kanals geachtet werden. Doch dann steht den Synergieeffekten rein gar nichts mehr im Weg. Die Wirkung der Kampagne vergrößert sich immer mehr, je höher die Anzahl der bespielten Kanäle ist. Denn vergiss nicht: Ein Kunde ist nie auf nur einem Kanal unterwegs.

Fehlt da nicht noch was?

Marketing in seiner schönsten Form

Online Marketing! Ja okay, wir sind eventuell voreingenommen. Und ja, Online Marketing kann so vieles sein. Deshalb lieben wir es. Denn als Online Marketing bezeichnet man alle Marketingstrategien, die mit dem Internet verbunden sind. So gehören die Formen die du eben gelesen hast (Social Media, SEM & Co.) natürlich auch zum Online Bereich. Uns steht also die Welt offen – und dir auch! Worauf wartest du also noch?

Jetzt die Welt erobern!

Wir machen auf jeden Fall mit.

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