Kommunikation – Du kannst nicht, nicht kommunizieren!

Kommunikation wird immer wichtiger, aber auch komplexer und schwieriger. Dabei ist sie seit jeher die Grundlage von allem und ohne sie würden unsere sozialen Systeme nie funktionieren.

Gerade im Business Kontext ist Kommunikation alles und nichts. Was das heißen soll? Wer richtig kommuniziert kann sich klare Vorteile verschaffen, sowie Zeit und Geld einsparen. Diejenigen die mit der Kommunikation straucheln, haben Schwierigkeiten ihre Vorhaben durchzusetzen und heimsen sich wohlmöglich noch Probleme und Stress ein. Damit dir das nicht passiert, haben wir diesen Blog-Beitrag für dich geschrieben. So wirst du zum Kommunikationsprofi!

Zeichnung mehrere Menschen kommunizieren

Eine Einführung in die Welt der Kommunikation

Schon sehr viele Menschen haben sich an einer Definition versucht. Alle Ansätze sind zwar in sich logisch, lassen sich aber nicht umfassend zusammenführen. Denn Kommunikation ist komplexer als man im ersten Moment meinen könnte. Im alltäglichen Wortgebrauch ist mit Kommunikation meist die verbale Form gemeint. Also das gesprochene oder auch geschriebene Wort. Allerdings gibt es noch weitere Arten. Paraverbale und Nonverbale Kommunikation gehören unweigerlich zu dem gesprochenen Wort dazu. Sie unterstützen die verbale Kommunikation und machen die Emotionen deutlich. In welcher Art und Weise wurde gesprochen? Welche Gestik und Körperhaltung hatte der Sprecher? Nonverbale Kommunikation kann die verbale natürlich auch ersetzen. Und das bringt uns direkt zu dem anerkanntesten aller Kommunikationsmodelle. Nach Paul Watzlawik kann man nicht nicht kommunizieren. Da ist sehr viel Wahres dran, denn selbst wenn ich nicht mit jemandem kommunizieren möchte, sende ich nonverbale Signale. Sei es das Wegschauen oder gar Weggehen – ich sende das Signal, dass ich nicht kommunizieren möchte. Das ist wiederum auch eine Form der Kommunikation, oder nicht?

Wie Kommunikation funktioniert

Sender & EMpfänger Modell

Um Kommunikation richtig einsetzen zu können, sollte man zunächst verstehen wie sie genau abläuft. Auch dafür gibt es unterschiedliche Ansätze, jedoch sind gewisse Merkmale der Kommunikation grundlegend und bieten eine wichtige Basis für das gezielte Arbeiten mit ihr. Das „Sender-Empfänger-Modell“ von Claude E. Shannon und Warren Weaver stellt die Kommunikation linear dar. Dass diese Ansicht alleine bereits überholt ist, steht außer Frage. Betrachtet man sie allerdings als einen Ausschnitt des gesamten Kommunikationsprozesses, ist sie sehr hilfreich um die einzelnen Komponenten zu verstehen. Zum einen gibt es einen Sender, der in irgendeiner Weise mit dem sogenannten Empfänger kommunizieren möchte. Diese Kommunikation geschieht in Form eines verbalen oder nonverbalen Signals, welches ausgehend vom Sender auf den Empfänger trifft. Da die gesamte Situation in einen entsprechenden Kontext (Rahmenbedingungen) eingeordnet werden muss und Sender, sowie Empfänger, ebenfalls unterschiedliche, individuelle Bedingungen aufweisen, ist das Signal in gewisser Weise kodiert. Die Nachricht ist in einer bestimmten Art und Weise vom Empfänger gemeint und soll dementsprechend beim Empfänger ankommen. Da liegt allerdings das Problem, dass wir aus dem Alltag nur zu gut kennen: Die kodierte Nachricht wird sehr oft missinterpretiert und falsch dekodiert. Es kommt zur Fehlkommunikation und zu Missverständnissen. Da Kommunikation wechselseitig abläuft, das heißt andauernd Signale zwischen Sendern und Empfängern vermittelt werden, kann man sich vorstellen, wie oft es zu solchen Fehldeutungen kommt. Allerdings kann man Abhilfe schaffen: Zielgerichtete Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg. Und dazu kommen wir jetzt!

Kommunikation im Businesskontext

Aus dem lateinischen übersetzt heißt Kommunikation so viel wie „mitteilen“, „teilnehmen lassen“ oder „gemeinsam“. Dass Kommunikation nur gemeinsam funktioniert, ist selbstverständlich. Allerdings kann es, wie wir eben festgestellt haben, oftmals zu Missverständnissen und Fehlkommunikation kommen. Gerade im Business Kontext kann dies schwerwiegende Folgen haben. Stellen wir uns vor, wir seien ein Unternehmer und möchten ein neues Produkt an den Markt bringen. Da noch keiner unser Produkt kennt, leiten wir eine Kommunikation in die Gänge um Bekanntheit zu erreichen und die Menschen zum Kauf zu bewegen. Klingt zunächst super. Allerdings wird die Kommunikation von unserer Zielgruppe komplett missverstanden und erreicht sie nicht. Dafür werden andere Gruppen angesprochen, welche aber leider nicht an unserem Produkt interessiert sind. Unterm Strich haben wir also Geld und Zeit in eine Kampagne investiert, die uns nur Nachteile beschert hat. Klingt nach Horrorvorstellung? Keine Sorge, dafür sind wir da. Also, was tun?

Kommunikationsstrategie

Bevor wir uns komplett in die strategische Planung stürzen, sollten wir kurz abstecken wo wir uns im Prozess befinden. Der Marketingmix mit seinen 4 P’s ist wohl bei jedem Marketer fest im Gedächtnis verankert. Kurze Auffrischung gefällig? Product, Price, Place, Promotion – Die vier wichtigsten Instrumente im Marketing. Wie definiert sich mein Produkt, zu welchem Preis und wie vertreibe ich es? Mehr dazu findest du hier.

Wenn das alles festgezurrt ist, kommen wir zum letzten P. Hinter Promotion versteckt sich unsere Kommunikationspolitik. Wie gestalten sich meine Corporate Identity und meine Marke? Mit wem kommuniziere ich wie? Der Auftritt nach außen steht hierbei ganz klar im Vordergrund und sollte deshalb gut durchdacht sein.

Die 7 P's des Marketingmix

Step by step

Objekt

Klingt banal, aber um welches Objekt soll sich deine Kommunikation drehen? Ist es ein Produkt, eine Dienstleistung oder deine Marke selbst? Es kann natürlich auch nur ein Aspekt deiner Markenbotschaft sein, sofern du schon eine hast. Bei Startups ist dies natürlich nicht der Fall.
Das ausgewählte Objekt ist sehr eng mit dem nächsten Schritt, dem Ziel, verknüpft.

Ziel

Alles was man sich vornimmt verfolgt unweigerlich irgendein Ziel. Deshalb solltest du im erste Schritt genau überlegen, was dein Ziel ist und es dann mehrmals hinterfragen. Ist es realistisch? Ist es zu hoch oder zu niedrig gesteckt? Ist genau definiert? Außerdem solltest du versuchen dein Ziel zu klassifizieren. Geht es darum, mehr Umsatz zu generieren oder das Image zu verbessern? Was sind deine KPIs?
Nur wenn du ein klares Ziel hast, kannst du darauf strategisch hinarbeiten und im Anschluss kontrollieren, ob du Erfolg hattest.

Zielgruppe

Jedes Produkt, jede Dienstleistung, jede Marke ist für irgendjemanden bestimmt. Auf ihn sollte die Kommunikation ausgerichtet werden. Aber wer ist dieser Jemand?
Beginne damit deine Zielgruppe zu definieren. An wen denkst du, wenn du dir deinen idealen Kunden vorstellst? Sind es verschiedene Personen oder ist es nur eine? Wie sieht sie aus, wie verhält sie sich, wie kommuniziert sie? Schau bei unserem Positionierungsblog vorbei, um mit Hilfe deiner perfekten Positionierung auch deine Kommunikation zu verbessern!

Markenbotschaft

Mit welchen Werten, Alleinstellungsmerkmalen und Assoziationen möchtest du in den Köpfen deiner Zielgruppe verankert sein? Etwas salopp gesagt: Wie möchtest du rüberkommen? Mache dir das vorher bewusst und definiere deine Botschaft genau. Überlege dir auch, wo du im Umfeld deiner Wettbewerber stehen möchtest. Dafür bietet sich eine Wettbewerbsanalyse vorab an. So weißt du genau, wo deine Konkurrenz sich befindet und welchen Platz du einnehmen möchtest, bzw. kannst. Beim Verfassen deiner Botschaft solltest du an das Kommunikationsmodell denken: Schneide die Botschaft genau auf deine Zielgruppe zu, so kannst du vermeiden, dass sie dich komplett missverstehen oder (noch schlimmer) erst gar nicht erreicht werden.

Kontext

Deine Kommunikationskampagne befindet sich immer in einem bestimmten Umfeld. Möchtest du international kommunizieren, nur in Deutschland oder nur in deiner Stadt? Soll deine Kampagne für eine kurzen oder einen langen Zeitraum laufen und wann startet sie? Plane dir genug Vorlaufzeit ein, um in Ruhe planen und vorbereiten zu können. Überlege dir gut, ob dein ausgewählter Zeitraum zu deiner gewählten Markenbotschaft passt.
Welches Budget hast du zur Verfügung? Ein sehr wichtiger Faktor, denn ohne das nötige Budget kann deine Kampagne nicht funktionieren. Überlege dir also vorher, wie viel Geld du zur Verfügung hast und lege demnach deine Maßnahmen fest.

Maßnahmen

Jetzt geht’s ans Eingemachte. Du weißt jetzt was du willst und kannst dafür die entsprechenden Maßnahmen einleiten. Suche dir die passenden Kommunikationsinstrumente aus. Welche Instrumente passen zu deiner Marke, deinem Produkt und deinem Budget? Mit welchen Maßnahmen kannst du deine Zielgruppe am besten erreichen?

Jetzt kann’s losgehen!

Mit deiner Kommunikationsstrategie unterm Arm kannst du nun nach draußen treten und deine Erfolge feiern! Wenn du bei der Umsetzung der einzelnen Steps noch Hilfe benötigst, sind wir gerne für dich da!

 

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Agenturleben Positionierung & Marke